Arise Tagebuch Januar 2026
- Arise Germany

- vor 6 Tagen
- 5 Min. Lesezeit
Was ist in den vergangenen Wochen bei ARISE passiert? In unserer monatlichen Zusammenfassung nehmen wir dich mit hinter die Kulissen und geben dir einen Einblick in unsere aktuellen Projekte, Veranstaltungen und Begegnungen. Wir lassen besondere Momente Revue passieren, erzählen von inspirierenden Gesprächen und teilen Eindrücke von Events, die uns bewegt und weitergebracht haben. Ob neue Kooperationen, spannende Termine oder kleine Highlights am Rande – hier erfährst du, was uns in letzter Zeit beschäftigt hat. Schulbesuche mit Holocaust-Überlebenden |
Bildungsarbeit ist der ICEJ ein Herzensanliegen, damit die junge Generation unsere Geschichte nicht vergisst und gegen Judenhass sensibilisiert wird. Die ICEJ durfte in den letzten Wochen gleich zwei Holocaustüberlebende aus Israel mit Tausenden Jugendlichen in Deutschland zusammenbringen: Eva Erben und Dvora Weinstein. ARISE hat sie begleitet. |
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„Das war mein erster Sieg über Hitler“, erzählt Dvora Weinstein, öffnet ihren Haarknoten und lässt ihr schönes langes Haar herab. Während der Schoa wurde ihr Kopf kahlrasiert. Seither lässt sie ihr Haar wachsen. Ihr zweiter Sieg ist ihre große Familie – zwei Kinder, fünf Enkel und zehn Urenkel: „Ich habe meinen eigenen Stamm gegründet“. ![]() |
In einem Waisenhaus in Israel wurde Dvora nach Jahren erstmals wieder umarmt. Da habe sich sich endlich wieder geliebt gefühlt, erzählt Dvora. Und dieses Gefühl, geliebt zu werden, will sie weitergeben – an die Enkel der Tätergeneration. |
Abschied & Willkommen |
Nach knapp zweieinhalb Jahren als ARISE-Jugendreferent müssen wir uns von Markus Stegmaier verabschieden. Markus will sich beruflich künftig mehr in Beziehungsarbeit vor Ort investieren. Danke für die tolle Zeit und für deinen Einsatz für Israel, lieber Markus – und Gottes Segen für die Zukunft! Wir freuen uns, Matthias Immendörfer im ARISE-Team begrüßen zu können! „Vor zehn Jahren absolvierte ich direkt nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der ICEJ in Jerusalem. Das war eine sehr prägende Zeit. Meine Begeisterung für biblische, kulturelle, geschichtliche und politische Themen rund um Israel hat sich während meines BWL-Studiums und Karrierestarts in der Geschäftsw elt nie abgeschwächt. Über die Jahre blieb ich der ICEJ verbunden und durfte zum Beispiel eine Reise für junge Erwachsene nach Israel mitleiten und eine Bildungsreise nach Theresienstadt begleiten. Für mich ist es daher ein großes Privileg, das ARISE Team seit Januar 2026 Vollzeit zu unterstützen.“ ![]() |
SHABBAT ABEND |
Wir haben eine Spitzenzeit miteinander erlebt! In der ARISE Lounge kamen die unterschiedlichsten Menschen zusammen, um Gemeinschaft zu leben. Gemeinsam haben wir gegessen, sind die Liturgie durchgegangen und bewusst in den Schabbat eingetaucht, inklusive intensiver Gebets- und Lobpreiszeit und einem kleinen Tora-Studium mit wertvollen Impulsen. Es war ein gesegneter, verbindender und inspirierender Abend. Herzliche Einladung zum nächsten Schabbat-Abend. Sei dabei! |
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Praktikumsbericht von Lisa aus dem Glaubenszentrum Bad Gandersheim |
Ich bin super dankbar für mein Praktikum bei der ICEJ! Obwohl die Zeit wirklich schnell vergangen ist, war sie doch sehr kostbar und ich durfte viele tiefgehende Eindrücke sammeln. ![]() An meinem ersten Praktikumstag durfte ich bei einem Schulbesuch dabei sein, bei dem die Holocaust-Überlebende Dvora Weinstein aus ihrem Leben, insbesondere der Zeit während des Holocausts, erzählte. Obwohl Dvora tragische Dinge wie Hungersnöte, Zwangsmärsche in eisiger Kälte und den Tod ihrer eigenen Schwester in bereits jungem Alter erlebte, ist sie den Schülern und uns als Team mit einer so ansteckenden Lebensfreude begegnet und es war bewegend zu sehen, wie Liebe den Raum eingenommen hat - obwohl es ein so mit Hass und Leid behaftetes Thema ist. Daneben gab es einen einschneidenen Moment in der anschließenden Fragerunde, der mich seither nicht mehr loslässt. Eine Schülerin fragte Dvora, ob sie denkt, dass so etwas wie der Holocaust nochmal passieren wird. Dvora stellte eine Gegenfrage und fragte die Jugendlichen, ob sie je etwas vom 7. Oktober gehört haben. Auf diese Frage schüttelten alle Schüler mit dem Kopf. Mich hat dies einerseits total schockiert, andererseits aber auch wachgerüttelt. Es war, wie als würde der Heilige Geist mir aufzeigen wollen, dass es wichtig ist, dass gerade ich als Christ für die Wahrheit aufstehe und meine Augen nicht davor verschließe. Ich sah die Notwendigkeit von wahrheitsgetreuer Aufklärungsarbeit, weil so viele Menschen unwissend sind und mir wurde klar: Wenn wir als Christen nicht Einfluss nehmen und die Wahrheit predigen, tut die Welt es, bloß mit Lügen. Vom einen Event zum nächsten: Am folgenden Tag durfte ich beim Holocaustgedenktag dabei sein. Den Tag über habe ich gemeinsam mit dem Team einige Dinge für die Abendveranstaltung vorbereitet. Gegen halb sieben sind die ersten Besucher eingetroffen. Als ich beim Check-In mit unterstützte, versetzte mich eine Situation anfangs in Schrecken: Ein Besucher versuchte ein nicht ungefährliches Messer mit hineinzunehmen. Zwar wurde ihm das Messer abgenommen, er wurde gründlich durchsucht, aber dennoch reingelassen. Da die Situation anfangs äußerst unklar war, haben wir uns als Team direkt aufgemacht und für Schutz und Bewahrung gebetet. Ich durfte erleben, wie kraftvoll Gebet ist und Gott zeigte mir, wie wichtig es ist, dass wir als Gläubige die Autorität ergreifen, die Er uns gegeben hat und den Feind zurechtweisen. Ich sah, dass Antisemitismus unsere bittere Realität ist. Und doch hat mich die Situation gelehrt, dass es meine Pflicht als Gläubige ist, mich bewusst zu dem jüdischen Volk und meinen jüdischen Wurzeln zu stellen, mit dem Wissen, dass alles in Gottes Händen liegt und Gott gut ist. Als ich dann, nachdem ich anfangs zögerte, den Saal betrat, war es wie ein Eintreten in Gottes Gegenwart. Ein tiefer Friede durchdrang mich und der Moment als Hila Ben David „Der Herr segne dich“ auf hebräisch und englisch sang, war majestätisch. Ich durfte erleben, wie der Heilige Geist den Raum eingenommen und Gott uns in seiner Souveränität und Güte den ganzen Abend beschützt hatte. In den nächsten Tagen durfte ich viel praktisch im Büro aber auch im Shop unterstützen. Das war eine gute Abwechslung zu den anfangs doch volleren Tagen. Auch durfte ich bei einem Recording vom Podcast der Arise „Der Bibel-Podcast“ zum Thema „Sühne“ zuhören. Es hat mich fasziniert, welche Parallelen es zwischen Sühne im Alten Bund mit den Opferungen und im Neuen Bund mit Jesus, dem ultimaten Opfer, gibt. Zum Ende meines Praktikums durfte ich beim Israeltag im Glaubenszentrum beim Kidsprogramm dabei sein. Die zunächst eher zurückhaltenden Kids wurden mit der Zeit immer offener und auch wissbegieriger für Israel und das jüdische Volk, es war mitreißend. Ein Highlight war auch der Lobpreis mit Emanuel Roro und als er den Kindern ein hebräisches Lied beibrachte. Der Heilige Geist war präsent, hat die Atmosphäre durchdrungen und wir durften viel Freude erleben. Schließlich wurde der Israeltag mit einem Abendgottesdienst abgeschlossen. Besonders in Erinnerung bleibt mir ein Moment, als Hananya Naftali, der an diesem Abend predigte, sich bei uns Christen von der Bühne für unsere Gebete bedankte. Es war einerseits so wertschätzend, und andererseits so sehr ermutigend im Gebet für Israel dranzubleiben, dass unsere Gebete nicht unerhört sind und dass das jüdische Volk die Kraft unserer Gebete erleben. Ich durfte so eine tiefe innere Verbundenheit spüren , und es ermutigt mich, weiter für sie zu beten. |
Neue Folge REAL Stories, REAL Israel ![]() |








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